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Kneipp, der Ursprung von Wellness?

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Fuesse im Wasser

Nackte Haut und Wasser - Zwei Grundelemente von Kneipps Lehre

Wie Kneipp und seine Lehre die Wellness von heute prägte

Sebastian Kneipp – dieser Name ist nicht nur erfahrenen Wellnessurlaubern ein Begriff. Der berühmte Pfarrer aus dem bayerischen Bad Wörishofen wirkte in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Hydrotherapeut. Dies bedeutet, dass er schon früh erkannte welche medizinische Wirkung Wasser auf die Gesundheit des Menschen haben kann.

Er selbst kam zur Wassertheraphie als er als junger Mann an Tuberkulose erkrankte. Zufällig stolperte er über ein Buch, dass die heilende Wirkung von Wasser thematisierte. Dies motivierte ihn regelmäßig in der eiskalten Donau zu baden. Somit gelang es ihm  sich von der Krankheit zu heilen – ab hier began sein Wirken.

Dabei war er jedoch nicht der erste der mit Wasser praktizierte. Ihm gelang es jedoch der Hydrotherapie, trotz teils massivem Widerstand und Misstrauen, zum Durchbruch zu verhelfen. Kneipp veröffentliche mehrere Werke über seine Verfahren, eines der bekanntesten ist „Meine Wasserkur“. Seine Heimatstadt „Wörishofen“ darf sich seit 1920 „Bad nennen und ist ein staatlich anerkannter Kneippkurort. Sie beherbergt zahlreiche Kurbetriebe und Unterkünfte, die sich der Ausübung von Kneipps Lehren verschrieben haben.

Kneipps Lehre als Grundlage für moderne Wellness

Zwischen Kneipps Wirken und der Wellness wie wir sie heute kennen, gibt es  nicht nur große Parallelen. Seine Methoden werde auch heute noch aus Überzeugung und Erfahrung in Wellnesshotels angewandt. So werden dort Kneipps Güsse, sowie Bäder streng nach seiner Lehre angeboten, aber nicht nur aus Gründen der Heilung. Auch präventiv werden diese durchgeführt, mit dem Ziel die eigene Gesundheit zu erhalten.

Bei seinen Anwendungen steht natürlich das Wasser im Vordergrund. Entscheidend aber ist wie es angewandt wird. Beim „kalten Armbad“ beispielsweise sollten die Arme zunächst warm sein. Dann werden die Arme in verschränkter Haltung in eine Schale mit kaltem Wasser gelegt und ca. 30-40 Sekunden gehalten und dabei tief durchgeatmet. Danach wird das Wasser von den Armen abgestreift und durch tragen von Kleidung wieder erwärmt. Diese minimal Anwendung hilft nicht nur den Stoffwechsel anzuregen, sondern auch die Blutzirkulation zu fördern und Schmerzen an den Ellbogen, z. B. durch lange Büroarbeiten, zu lindern. Das kalte Armbad ist allerdings nur eine kleine, von vielen seiner Anwendungen. Vom Gesichtsguss, Schnekelguss,Wassertreten bis zum Vollbad sind Kneipps Methoden vielseitig.

Heutzutage kennen viele Menschen dieses Prinzip vereinfacht als das berühmte „kalte abduschen“, dass nach einer warmen Dusche empfohlen wird. Die moderne Wellness kennt dies ebenfalls und empfiehlt beispielsweise nach einem warmen Saunagang unmittelbar die Abkühlung in einem kalten Schwimmbad.

Dass Kneipp die Wellness wie wir sie heute kennen im Alleingang, eher unbewusst, erfunden hat, ist jedoch zu viel gesagt. Viele Wurzeln der modernen Massagen und Heilkuren reichen von den Römern, alter indischer Heilkunst bis zu asiatischen Therapien in der Kaiserzeit zurück. Seine Methoden dürfen jedoch einen nicht gerade kleinen Einfluss auf die Entwicklung von Wellness in Deutschland gehabt haben. Weitere Infos zu Kneippkuren in Bad Wörishofen und Wellnesshotels mit Kneipp-Programm finden Sie auf der Unterseite über die Stadt Bad Wörishofen bei Wellnesshotels Bayern.

Kategorien: Kneipp, Wissenswertes

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Letztes Update des Beitrages am 1 Juli, 2017


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